
morgen gehen wir an den see und taufen. öffentlich – denn es ist ein zeichen für die sichtbare und für die unsichtbare welt.
mal sehen, was sich dabei am see so ergibt.
neulich hat mir jemand noch gesagt, dass man wohl in manchen gemeinden mit der taufe wartet, bis man am leben des potentiellen täuflings sehen kann, ob er es ernst meint.
naja, denk ich mir, ich habe in den letzten monaten gelernt, dass die taufe eben auch ein prophetischer akt ist. und das prophetische soll ja auch immer die kraft Gottes dafür freisetzen, das die prophetie geschehen kann. das bedeutet aber dann doch:

wenn wir mit der taufe warten, bis man an dem leben der person erkennt, dass sie es ernst meint, dann ist es das gleiche, wie einem ertrinkenden zu sagen, er solle schwimmen lernen, bevor wir ihm den rettungsring zuwerfen.
klingt vielleicht krass, aber im grunde müssten wir bei solchem verhalten möglicherweise verantworten, dass wir die menschen auf die schiene setzen, mit eigener anstrengung ein Gottgefälliges leben zu leben.
und das widerspricht dem evangelium der gnade…
unsere taufe hat übrigens in der zwischenzeit stattgefunden – links seht ihr ein bild davon, wie wir den “alten menschen” in den tod Christi hineintauchen. immer wieder interessant…