der himmel auf erden – oder – das reich der himmel ist nahe gekommen; damit wird auch zum ausdruck gebracht, dass die kultur (das lebendige und gelebte selbstverständnis) des reiches Gottes gekommen ist und expandiert. diese kultur soll in der gemeinde zuerst aufgerichtet werden, um sich von dort aus nach aussen zu verbreiten. und diese aufgabe ist nicht eine aufgabe von einzelnen, sondern alle “Heiligen” sollen zugerüsten werden, für das werk des dienstes, alle “Heiligen” sind beteiligt daran, diese kultur zu leben.
interessant ist, wie unterschieldich dieses gelebte selbstverständnis von der kultur ist, die uns tag täglich umgibt. das ist auch mit ein grund dafür, dass diese aufgabe eine echte herausforderung beinhaltet. natürlich ist ein weiterer punkt die tatsache, dass hinter einem gelebten selbstverständnis mächte agrieren, die die kultur der welt, die uns umgibt, stärken und stützen und nutzen.
deswegen ist es so wichtig, gemeinschaft mit dem Heiligen Geist zu pflegen, denn ohne die erfahrung seiner wohltuenden gegenwart besteht die gefahr, dass wir die vaterschaft Gottes in unserem leben nicht wirklich begreifen.
allerdings stellt sich die frage, was das eigentlich bedeutet. aber auch an dieser stelle hilft uns weiter, was die Bibel dazu sagen kann. herrlichkeit beschreibt die im grunde unbeschreibliche, wohltuende gegenwart Gottes. es gibt offensichtlich eine erfahrung der güte, gnade und barmherzigkeit Gottes, die so gewaltig und tiefgreifend ist, dass ein leben davon völlig umgekrempelt werden kann. wenn wir erkenne, dass wir dieser erfahrung tatsächlich machen dürfen, dann kann das in uns einen hunger wecken, der uns in bewegung setzt, diese erfahrung zu machen.
die güte und die gnade Gottes sind zentral für unser glaubensleben. gleichzeitig ist es die zuversicht und das vertrauen auf diese Göttlichen qualitäten, die immer wieder attackiert werden. für uns ist es von großer bedeutung niemals die güte Gottes aus den augen zu verlieren, denn darin liegt die grundlegende befähigung unsere beziehung zu ihm aufrecht zu erhalten und auszubauen.